gamescom 2019 - Ohne Blizzard

Die Ankündigung von Blizzard, dieses Jahr nicht an der gamescom teilzunehmen, ging wie ein Fegefeuer durch das Internet. Immerhin war der seit 1994 existierende Entwickler und Publisher immer ein Garant für fulminante Präsentationen.

Alleine letztes Jahr hat das Unternehmen alle Register gezogen:

  • Ein Endverbraucher-Stand mit über 4.000 Quadratmeter Fläche, dessen Vorbereitung ganze zwölf Wochen in Anspruch genommen hat.
  • Eine „Experience Stage“, unter anderem für Konzerte, Wettbewerbe, Autogrammstunden, Präsentationen, Interviews, Gewinnspiele und noch viel mehr…

Zudem gab es für die wichtigsten Marken wie World of Warcraft, Overwatch, Diablo und weiteren eine eigene Spielwelt, die thematisch passend in Szene gesetzt wurde.

Warum findet die gamescom nun ohne Blizzard statt?

Einer der Gründe dürften die hohen Kosten sein. Immerhin muss ja nicht nur der Messestand und die Fläche, sondern auch Material, Personal, Anfahrt und so weiter finanziert werden. Dazu kommt, dass Blizzard erst kürzlich 800 der 9.600 Stellen abgebaut hat – obwohl im Kalenderjahr 2018 mehr als 7,5 Milliarden Dollar eingenommen wurden. Dann aber Unsummen für einen Messestand auszugeben, würde zurecht ein mehr als schlechtes Bild auf das Unternehmen werfen.

Ein anderer, wichtiger Grund ist aber auch, dass Blizzard einfach nichts neues zu zeigen hat. Zumindest nicht auf der diesjährigen gamescom. Alle wichtigen Trailer, Premieren und Ankündigungen will man sich für die hauseigene Messe Blizzcon im November aufsparen.

Wie geht es weiter?

Ob Blizzard an der gamescom 2020 teilnehmen wird, steht noch in den Sternen. Möglicherweise ist das Fernbleiben dieses Jahr nur eine Ausnahme und das Unternehmen kehrt nächstes Jahr wieder mit einem gewohnt fulminanten Messestand zurück nach Köln.