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„So flat #DABEI wart ihr noch nie“ bewirbt die Telekom ihr Produkt StreamOn Social&Chat. Das Produkt ist bis zum 05.09.19 kostenlos zu MagentaMobil-Verträgen zubuchbar – oder doch nicht?

Wie heute bekanntgegeben wurde, hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen am 12. Juli 2019 in einem Eilverfahren eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln unanfechtbar bestätigt. Dieses hatte die Bundesnetzagentur darin bestätigt, dass der Dienst „StreamOn“ gegen den Grundsatz der Netzneutralität verstoße. Damit darf die Telekom Deutschland GmbH dieses Produkt vorläufig nicht weiterbetreiben.

Bei StreamOn wird der Datenverkehr sogenannter „Contentpartner“ (z.B. Twitch, YouTube, Netflix, Spotify, etc.) nicht auf das Inklusivdatenvolumen der Verträge angerechnet. Einschränkung: Videostreaming ist auf 1,7 Mbit/s beschränkt, HD-Streams sind damit Geschichte. Zudem funktioniert der Dienst so nur innerhalb Deutschlands, was zudem einen Verstoß gegen europäische Roaming-Regeln darstelle.

Die Telekom reagierte bereits: Man wolle prüfen, wie mit dem Urteil umzugehen sei. StreamOn wolle sie weiterhin anbieten und dazu alle verfügbaren Rechtsmittel ausschöpfen.

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