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Mixer Partners, streamers, and community – today, we’ve got some very big news for you.” heißt es im Tweet von @WatchMixer vom 22. Juni 2020. Was erstmal vielversprechend klingt, stellte sich aber als Hiobsbotschaft heraus.

Weniger als ein Jahr ist es her, dass Mixer noch mit hohen Summen Exklusivverträge mit bekannten Streamern abschloss um sie exklusiv an ihren Streaming-Dienst zu binden. Anscheinend hat dieser Schritt trotzdem nicht dazu geführt, dass Microsoft seinen Dienst konkurrenzfähig gemacht hat.

Am 22. Juni gab das Unternehmen bekannt, dass es seinen Streamingdienst Mixer zum 22 Juli vom Netz nehmen wird. Hierbei wird den Partnern der Streaming-Plattform ein ähnliches Partnerkonzept auf Facebook Gaming angeboten. Zuschauer mit noch laufenden Subscriptions erhalten Guthaben in Form von Xbox-Geschenkkarten-Guthaben.

Nach eigenen Angaben sahen sich die Betreibernicht dazu in der Lage, die eigene Reichweite schnell genug aufzubauen, um die eigenen Träume und Visionen zu ermöglichen. Sie wollen sich stattdessen mit Facebook-Gaming verbinden, um dort mit dem “Project xCloud” mehr Spieler und Streamer erreichen zu können.[1]

Meinung:

Für die Streamer und Zuschauer des Anbieters Mixer wird sich nun in einem sehr kurzen Zeitraum viel ändern. Ob Microsoft mit diesem Schritt der Verantwortung seinen Streamern und Zuschauern gegenüber gerecht wird und die finanziellen Auswirkungen für die selbständigen Streamer nicht einige Existenzen beenden können, bleibt abzuwarten. Ob dieses Verhalten in Zeiten von Corona und den wirtschaftlichen Auswirkungen auf viele Menschen angebracht ist, lässt sich ebenfalls in Frage stellen. Darüber hinaus fällt aus dem ohnehin nicht sehr großem Portfolio der Game-Streaming-Portale nun ein Konkurrent weg. Neben Twitch bleiben dann nur noch YouTube Gaming und Facebook Gaming als relevante Größen im System. Ob das Wegbrechen von Konkurrenz dem System gut tun wird, bleibt abzuwarten.

1. The Next Step for Mixer – Artikel vom 22.06.2020, abgerufen am 23.06.2020, 21:00 Uhr.

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