Die Einstellungen, die du in deiner Streamingsoftware für die Punkte Bitrate und Video-Auflösung treffen kannst, sind in vielen Fällen sehr individuell, trotzdem lassen sich durch Erfahrungswerte Standardgrößen ermitteln.

Bitrate

Die Bitrate gibt an, wie viele Daten pro Sekunde übertragen werden, oft angegeben in Kilobit pro Sekunde (kbps) oder Megabit pro Sekunden (mbps). Je höher also, desto besser kann das Endergebnis deines Streams aussehen. Vorausgesetzt, deine Upload-Bandbreite ist ausreichend dafür.
Führe also zuerst einen Speedtest aus, um diese Bandbreite zu ermitteln. Hierzu kannst du beispielsweise die Anbieter* speedtest.net oder testmy.net nutzen.
Die Bandbreite, die du letztendlich dann in OBS, XSplit, etc. nutzen kannst/solltest: 2/3 vom Upload-Testergebnis, denn der Rest wird noch von anderen Applikationen, z.B. Steam, Origin, TeamSpeak, Discord, dem Spiel selbst oder anderen Hintergrundprozessen benötigt.

Bin ich Partner oder nicht?

Wenn du diese Frage nicht sofort mit „ja“ beantworten kannst, bist du es nicht. Partner der Streamingplattformen Twitch und Hitbox haben das Privileg, dass die Viewer eine sogenannte Transcoding-Option bekommen, mit der sie die Qualität des Streams an ihre Leitung bzw. ihre Hardware-Leistung anpassen können. Der Partner kann also ohne große Bauchschmerzen auch mit einer Bitrate jenseits der 3.500 kbps streamen, sollte der Stream beim Viewer buffern, so verringert dieser einfach etwas die Qualität.
Ist man kein Partner, kann man auch eine so hohe Bitrate wählen – je höher man aber geht, desto mehr Viewer wird man aus seinem Stream aussperren. Andernfalls haben sich Werte zwischen 2.100 und 2.900 kbps für Nicht-Partner als praktikabel erwiesen, sofern die Upload-Bandbreite dazu passt und die Hardware die passende Leistung bringt. Ansonsten kannst du den Wert in 100er-Schritten nach Bedarf nach oben oder unten anpassen.

Video-Auflösung