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Encoder-Voreinstellung/Preset oder "Wie man seinen PC in die Knie zwingt"

In unseren Tutorials ist oft die Rede von „Encoder-Voreinstellung“, „x264 presets“ oder „veryfast“. Es handelt sich hierbei um eine Einstellungsmöglichkeit, mit der man mehr oder weniger erfolgreich die Bildqualität seines Streams verbessern, aber auch viel falsch machen kann.

Wir starten daher mal mit einem Zitat aus dem Help-Bereich der OBS-Webseite:

Changing advanced options should never be done unless you fully understand what you are doing. You can very easily end up with a bad quality stream, throughput problems or excessive CPU usage by changing these settings.
— Quelle: https://jp9000.github.io/OBS/general/technical.html

Frei übersetzt: „Ändere die erweiterten Einstellungen nur, wenn du wirklich weißt, was du tust, sonst kannst du massive Probleme bekommen.“

Und so ist es tatsächlich. Lasst uns aber erstmal die Frage klären, was die Option „Encoder-Voreinstellung“ (in OBS Studio auch passend „Prozessorauslastung-Voreinstellung“ genannt) überhaupt ist und was man damit erreichen kann.
Ihr könnt dem Encoder hiermit sagen, wie viel Zeit er mit dem Berechnen des Bilder-Outputs verbringen darf. Demnach bedeutet, je schneller die Berechnungen ausgeführt werden sollen, desto stärker wird auch die Bildqualität leiden, andersrum führt eine langsamere Berechnung dazu, dass der Prozessor stärker ausgelastet wird. Dafür wird aber das Bild besser.

veryfast als Standard

„veryfast“ wird sowohl von Twitch, Hitbox, OBS und XSplit als Standardeinstellung empfohlen, es bietet den besten Mittelweg zwischen Qualität und Prozessorlast. „superfast“ und „ultrafast“ werden die CPU-Last verringern, die Bildqualität wird allerdings auch merklich abnehmen. Trotzdem empfehlen wir, bei Problemen mit laggenden Streams diese Einstellungen auszuprobieren. Langsamere Optionen werden allerdings nur kleinere, teilweise kaum merkliche Verbesserungen bringen, dafür aber die CPU deutlich höher belasten – hier bringen Änderungen an Auflösung, FPS-Rate und Bitrate dann doch mehr.

Vorsicht beim Einstellen

Wenn ihr trotzdem freie Rechenpower habt, die ihr die CPU gerne mit Encoden verbringen lassen wollt, so passt das Preset bitte schrittweise an und testet das Ergebnis unter realen Bedingungen das heißt: Streamen mit laufendem Spiel (legt dazu ggf. einen separaten Account an). Wählt ihr eine Option, für die eure CPU deutlich zu schwach ist, kann dies euren PC extrem verlangsamen, sodass es euch mitunter lange Zeit kosten kann, das Preset wieder zurückzusetzen. Besonders peinlich ist dies, wenn ihr vor eurem Stream nicht ausreichend getestet habt.

Um mal ein bisschen zu verdeutlichen, wie ernst diese Gefahren sind, listen wir euch an dieser Stelle mal die Warnhinweise von XSplit zu den wählbaren Presets auf:

ultrafast – ultrafast
superfast – niedrigste Kompression, niedrigste CPU-Auslastung, empfohlen für schwache CPU
veryfast – angemessene Komprimierung, geringe CPU-Auslastung, empfohlen für die meisten Anwender
faster – mittlere Komprimierung, mittlere CPU-Auslastung, nicht ohne i7 versuchen
fast – mittlere bis hohe Komprimierung, mittlere bis hohe CPU-Auslastung, nicht ohne 2G* i7 versuchen
medium – hohe Kompression, hohe CPU-Auslastung, nicht ohne schnellen 2G* i7 versuchen
slow – sehr hohe Komprimierung, sehr hohe CPU-Auslastung, nicht ohne Monster-CPU versuchen
slower – (nur OBS Classic und OBS Studio)
veryslow – (nur OBS Studio)
placebo – (nur OBS Studio)

Die Presets „slower“, „veryslow“ und „placebo“ sind bis jetzt von uns ungetestet (i7-6700k). Wir sind natürlich über Testberichte dazu sehr dankbar, allerdings übernehmen wir als Team von streamhow.de keine Haftung für Schäden, die durch Ausprobieren von Presets entstehen – bitte haltet euch an das oben angebrachte Zitat!

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