Dieses Tutorial wird gerade überarbeitet, um auf dem neusten Stand zu sein!
Es kann daher sein, dass einige Informationen nicht dem aktuellen Stand entsprechen oder bestimmte Optionen nicht auffindbar sind!

OBS Studio einrichten

Lerne in diesem Tutorial, OBS Studio einzurichten, um aus dem gerade installierten Programm eine mächtige Software zu machen, um deinen Stream zu übertragen.

Solltest du (warum auch immer) noch das alte OBS Classic benutzen, findest du dazu hier ein Tutorial: » OBS Classic einrichten

Dateipfade, etc. beziehen sich auf eine Standard-Installation unter Windows 10.

Programminfos

Name: OBS Studio
Version (stable): 20.1.3

Release-Datum: 17. November 2017
Download:

Legen wir los!

Zu den Einstellungen zu gelangen ist recht einfach: Klickt in der Menüleiste auf „Datei (F)“ und dann auf „Einstellungen“.

Noch einfacher: Unten rechts im Programm lassen sich die Einstellungen bequem über den gleichnamigen Button öffnen.

Wir arbeiten uns nun von oben nach unten durch das Menü und besprechen die wichtigen Punkte, um einen Stream starten zu können.

Im ersten Tab-Block seht ihr die „einfachen“ Einstellungen. OBS Studio bietet für erfahrene Nutzer die Möglichkeit, in den erweiterten Modus umzuschalten, um noch präzisere Einstellungen treffen zu können. Schaut hierzu einfach weiter unten in den zweiten Tab-Block.

Ausgabemodus: Einfach

Das Menü Allgemein gestaltet sich sehr kompakt: Du kannst die Sprache wählen, zwischen dem hellen Standarddesign und einem (für manche augenfreundlicherem) dunklen Design wechseln.

Über die Checkboxen kannst du für Streamstart/-stopp Bestätigungsdialoge aktivieren, um den Start und/oder Stopp des Streams erneut bestätigen zu müssen. Hierdurch lässt sich ungewolltes Streamen beispielsweise vermeiden.

OBS Studio: Settings Allgemein

Auch das zweite Menü, Stream, ist sehr kompakt und aufgeräumt. Wähle zunächst „Streaming-Plattformen“ als Stream-Typ aus, wenn du nicht zu einem eigenen RTMP-Server streamst.

Suche dir dann deine Plattform aus dem Dropdown-Menü. Setze einen Haken bei „Alle Plattformen anzeigen“, wenn deine nicht dabei ist. Erst dann findest du übrigens auch den Dienst Restream.io!

Als Server solltest du üblicherweise den wählen, der dir geographisch am nächsten steht. Sollte es während des Problems vermehrt zu Verbindungproblemen (Streamabbrüchen) kommen, kann es helfen, den Server kurzfristig zu wechseln!

Füge als nächstes deinen Streamkey ein. Bei Smashcast und YTG wird dir eine mit „rtmp://“ beginnende URL angezeigt, diese kannst du ignorieren.

Twitch-Dashboard, z.B. live_xxxxxxxx_xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Smashcast-Live-Stream Einstellungen, z.B. benutzername?key=XXxxXxXx
YouTube Gaming-Live-Dashboard, z.B. xxxx-xxxx-xxxx-xxxx

Dieser Abschnitt behandelt den einfachen Ausgabemodus. Scrolle weiter nach unten, wenn du Hilfe im erweiterten Modus brauchst.

Die passende Video-Bitrate ist ein sehr persönlicher Wert, beachte daher bitte das Tutorial (LINK), um eine für dich geeignete Einstellung zu finden. Als Audio-Bitrate eignet sich der Wert „128“ (kbps).
Setze bitte einen Haken bei „Erweiterte Encoder-Einstellungen aktivieren“. Schau kurz in » Encoder-Voreinstellung/Preset oder „Wie man seinen PC in die Knie zwingt“, wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum du es erstmal bei „veryfast“ belassen solltest. Sollten während des Streamens aber Bilder übersprungen werden (Framedrops), so kann es helfen, hier in der Liste weiter nach oben zu gehen.
Das Feld Benutzerdefinierte Encoder-Einstellungen solltest du nur ausfüllen, wenn du weißt, was du tust. Lass es frei.

Möchtest du OBS Studio zum Aufnehmen deines Gameplays nutzen wollen, fülle die nun folgenden Fehler gewissenhaft aus, sie erklären sich eigentlich von selbst.

Die Option Basis (Leinwand) Auflösung entspricht üblicherweise der Auflösung deines Monitors. Je höher die Ausgabe (skaliert) Auflösung ist, desto höher ist auch sowohl das Datenvolumen, welches durch deinen Upload gedrückt wird, als auch das Volumen an Daten, dass der Client deines Viewers berechnen muss, damit dieser deinen Stream flüssig sehen kann. Es lohnt sich, unter Beachtung des Seitenverhältnisses das Bild ein wenig herunterzuskalieren, z.B. von „1920×1080“ auf „1280×720“ Pixel.

Der „Lanczos“-Filter bringt die besten Ergebnisse, benötigt aber auch am meisten Power. Wählt den nächstschnelleren Filter, wenn er Probleme machen sollte.

Die zum Streamen Üblichen FPS Werte sind „30“ oder „60“, je nachdem, was euer PC leistet.

Für die meisten wird der Erweitert-Bereich erstmal viel Fachchinesisch enthalten. Wichtig ist hier eigentlich nur, dass der Haken bei „Aktivieren“ im Bereich Automatisch wiederverbinden gesetzt ist, Verzögerung bei „10“ Sekunden.

Das war es auch schon, OBS Studio ist nun bereit, um das erste schwarze Bild zu übertragen. Nun solltest du Szenen und deren Quellen hinzufügen.

Schau dazu auch unsere anderen Tutorials an oder suche Hilfe in unserem Forum!

Im Folgenden geht es noch weiter mit dem erweiterten Ausgabemodus, den Einstellungen für Kenner!

Ausgabemodus: Erweitert

Als Encoder sollte im Normalfall „x264“ ausgewählt werden. Damit läuft das Encoding über die CPU deines PCs. Im Normalfall ist das auch sinnvoll, da sich deine Grafikkarte um die Ausgabe des Games kümmert. Es gibt jedoch Spiele, die die CPU sehr beanspruchen, dass besonders bei Benutzung nicht so leistungsstarker Prozessoren das Streamen die Chips heillos überfordert. Hier kann dann z.B. der „NVIDIA NVENC“-Encoder Abhilfe leisten, indem der Stream über den Grafikchip (GPU) berechnet wird – leistungsstarke Grafikkarte vorausgesetzt.
Ein Haken bei Erzwinge Streamingdienst-Encodereinstellungen wäre sinnvoll.
Außerdem habt ihr auch hier die Möglichkeit, die Ausgabe herunterzuskalieren.

Für die Bitrate schaut bitte ins Tutorial » Die optimalen Einstellungen für Bitrate und Video finden, da diese Zahl von vielen Faktoren abhängt.

Verwende benutzerdefinierte Puffergröße: nein – Die Streaming-Plattformen empfehlen, die selbe Puffergröße zu verwenden, wie die Bitrate.
Keyframeintervall (Sekunden, 0=auto): 2
Benutze CBR: ja
Prozessorauslastung-Voreinstellung: „veryfast“ – Bitte lies » Encoder-Voreinstellung/Preset oder „Wie man seinen PC in die Knie zwingt“, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.
Profil: „main“ (bei Smashcast: „high“)
Tune: „(Nichts)“

Wähle als Art zunächst „Normal“ aus. Die Aufnahme über FFmpeg werden wir gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt in einem separaten Tutorial darstellen.
Wähle die Audiospuren, die in der Aufnahme zu hören sein sollen. OBS Studio bietet bezüglich der Aufnahme von Audio so vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, dass wir hierzu das separate Tutorial Audio in OBS Studio anbieten.
Wenn du beispielsweise in 720p streamst, aber deine Videos gerne in Full HD mit 1080p aufnehmen möchtest, musst du unter Encoder entweder „x264“ oder einen GPU-Encoder wählen, da die Einstellung „(Benutze Streamencoder)“ dazu führt, dass die selben Einstellungen wie im vorherigen Tab verwendet werden.

Hier könntest du dann z.B. eine deutlich höhere Bitrate auswählen, sofern deine Hardware dies schafft, da für die Aufnahme die Bitrate nicht von deiner Upload-Bandbreite abhängig ist.

Der Tab Audio ist „nur“ dazu da, die Bitraten der einzelnen Audio-Spuren anzupassen, sowie ihnen Namen zu geben, um auseinander halten zu können, was sie aufzeichnen. Als Bitrate empfiehlt sich „128“ kbps.

Beispiele: Gamesound, Stimme, Alerts, etc.

Qualität ist uns wichtig
Dieses Tutorial wurde zuletzt am 18.10.2017 überarbeitet, damit es auf dem aktuellsten Stand ist.